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Fracking und dessen AuswirkungenFrackinggas

Die politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Erdgasbeschaffung durch Fracking möchten wir Ihnen in diesem Artikel näher erläutern. Als Energiedienstleister ist es uns wichtig, Ihnen die Zusammenhänge und Hintergründe neutral und transparent zu erläutern.

Faktencheck:

Die zwei größten Ergasproduzenten auf der Welt sind Gazprom und Exxon Mobile. Gazprom möchte durch Nordstream 2 Europa zukünftig mit noch mehr mit Erdgas aus Russland beliefern. Der amerikanische Konzern Exxon Mobile möchte dies verhindern und am Gasmarkt in Europa stärker partizipieren. Aktuell ist die Wirtschaft in den USA angeschlagen. Das spiegelt sich unter anderem in den hohen Arbeitslosenzahlen der USA wieder. Durch ein gigantisches Konjunkturprogramm, welches durch Kredite finanziert wird, versucht der amtierende amerikanische Präsident die Wirtschaft anzukurbeln. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Erdgasindustrie in den USA. Durch die Förderung enorm großer Gasmengen wurde ein Überangebot an Erdgas gefördert. Dadurch wurden die Gaspreise 2018 gesenkt.

Wie konnte die USA so viel Erdgas fördern?
Durch Fracking. Bei diesem Verfahren werden Löcher in mit einer Tiefe von bis zu 5.000 Metern in den Boden gebohrt. Danach erfolgt eine horizontale Bohrung, bei der man versucht, Schiefergestein oder Kohleflöße zu treffen um „unkonventionelles Erdgas“ oder auch Schiefergas zu fördern. Um das Gas freizusetzen, werden mit hohen Drücken von bis zu 1.000 bar Wasser, Quarzsand und Chemikalien in den Boden gepresst. Dadurch wird Erdgas freigesetzt und kann gefördert werden.

 

Risiken und Nachteile durch Fracking:

Methan verschärft Klimaproblem
Bei den Bohrungen entweicht Methan. Das entweichende Methan belastet die Umwelt sehr stark. Aktuell gibt es in den USA ca. 150.000 Bohrlöcher, die nach der Bohrung sicher verschlossen werden müssen, um einen Methanaustritt zu verhindern. Jedoch entweicht bei einem hohen Prozentsatz der Bohrlöcher trotz Versiegelung Methan direkt in die Atmosphäre. Studien zeigen, dass Methan bis zu 20 mal gefährlicher ist als Kohlendioxid.

Einsatz giftiger Chemikalien
Die bei dem Fracking verwendeten Chemikalien sind hoch giftig und haben toxische Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. In einem Bericht an den US-Kongress wurden ca. 750 der verwendeten Chemikalien namentlich aufgelistet und u.a. als wassergefährdend, krebserregend, giftig und sogar ätzend eingestuft. Grundwasser wird verschmutzt und von Menschen, Tieren und Pflanzen aufgenommen. In Fracking-Gebieten stieg die Zahl an Krebserkrankungen, Behinderten- und Fehlgeburten rasant an. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen und belegt, dass Fracking Ursache dieser Entwicklung ist.

Erdbebengefahr deutlich erhöht
Die Erdbebengefahr steigt durch Fracking rasant an! Die USA ist geografisch sehr stark Erdbeben gefährdet. Kontinentalplatten drücken insbesondere an der Westküste aufeinander. Durch das Fracking werden die Gesteinsschichten zunehmend porös und entstandene Hohlräume erhöhen die Gefahr starker Erdverschiebungen.

Energieverschwendung durch Transport
Der Transport von Gas aus den USA belastet zusätzlich die Umwelt. Damit das Erdgas nach Europa gelangen kann, muss es in den USA verflüssigt werden. Dabei wird das Gas auf eine Temperatur von -162 Grad herunter gekühlt. Dadurch wird das Volumen um das ca. 260 Fache reduziert und kann mit Hilfe von LNG Transportschiffen exportiert werden. Danach wird das flüssige Erdgas in Raffinerien wieder in den Gaszustand umgewandelt und veredelt. Die Kosten für diese Prozesse machen etwa 51 Prozent des Gesamtpreises des Gaspreises aus und belasten durch Energieverschwendung die Umwelt.

Reserven gehen zu Ende
Die USA fördert durch Fracking nicht nur Gas sondern auch Öl. Dadurch wird Amerika 2019 zum größten Öllieferanten der Welt. Studien zeigen, dass die USA bei gleichanhaltendem Trend des Fracking Booms die Reserven im Jahr 2020 aufgebraucht hat bzw. diese Methode der Energiegewinnung unrentabel wird. Kommenden Generationen werden dann keine Ressourcen mehr nutzen können.

Vorteile durch Fracking ?
Das geförderte Erdgas wird trotz des teuren Transports und der ökologischen, menschlichen und gesundheitlichen Nachteilen günstig angeboten.

Unser Fazit
Wir empfehlen Ihnen, bei der Auswahl Ihres Versorgers die Energieherkunft zu hinterfragen. Die Nachteile des Gasimportes aus den USA überwiegen stark. Allein durch eine günstige Preisgestaltung können die USA punkten. Jedoch sollte hier zwischen kurzfristigen Profiten und langfristigen Folgen genau abgewogen werden. Langfristig werden die USA die günstigen Preise nicht halten können. Europa kann Erdgas zu fairen Konditionen zuverlässig, sicher, umweltfreundlich und ohne gesundheitliche Risiken aus Russland beziehen.

Als erstes Vergleichsportal in Deutschland können Sie bei uns Erdgas aus Frackingproduktion ausschließen. Sollten Sie die Option "Natürliches Erdgas" auswählen, können Sie sicher sein, kein Frackinggas zu beziehen. Damit möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, eigenständig die Energieherkunft für Ihren Energiebedarf zu bestimmen.

 

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